S T E G E M A N N     N A T U R H E I L ­P R A X I S
 

Dr. Friedrich Samuel Hahnemann

Der Entdecker und Erforscher der Homöopathie war der deutsche Arzt  Dr. Friedrich Samuel Hahnemann.

Samuel Hahnemann wurde im April 1755 in Meissen geboren und starb 1843 in Paris. Durch die Wunden, die der siebenjährige Krieg (1756-1763) geschlagen hatte, waren die wirtschaftlichen Verhältnisse in Meissen nicht gerade rosig. Dennoch versuchten die Eltern Samuel Hahnemanns ihm eine höhere Schulbildung zu ermöglichen. Das war eine schwierige Aufgabe und es gab viele Rückschläge. Samuel Hahnemann gelang es jedoch an der berühmten Fürstenschule  St. Afra in Meissen im November 1770 einen Freiplatz zu bekommen. Er war dort "Famulus" des Magister Müller mit freier Kost und Logis, wofür Samuel Hahnemann häusliche Dienste leistete.

Mit 20 Jahren verließ Hahnemann dann sein Elternhaus um in Leipzig sein Medizinstudium zu beginnen. Mit Übersetzungen wichtiger Werke aus Medizin und Chemie verdiente er sein Geld für das Studium.

Nach Erlangen seines medizinischen Examens 1779 arbeitete Hahnemann an verschiedenen Orten als Arzt, allerdings unter großen Zweifeln an der Medizin, die zu dieser Zeit zur Verfügung stand. Immer mehr wandte er sich wieder den Übersetzungen zu. Dann passierte, was man "die Geburtsstunde der Homöopathie" nennt.  Hahnemann 

übersetzte einen Text von William Cullen, einem Arzt und Chemiker aus Edinburgh, der eine Behauptung in Bezug auf die Wirkung der Chinarinde aufstellte, die Hahnemann nicht richtig schien. Hahnemann teste darauf hin die Chinarinde am eigenen Körper. Er bekam nach der Einnahme die gleichen Symptome, die normalerweise an Malaria erkrankte Menschen haben. Das war der erste Schritt zur Entdeckung des Ähnlichkeitsprinzips.

Somit war auch Samuel Hahnemanns Auftrag klar. Nämlich, dass Arzneistoffe auf ihre wahre Heilwirkung am Gesunden geprüft werden und die Symptome protokolliert werden sollen.

Samuel Hahnemann hatte mittlerweile eine neunköpfige Familie und etliche Umzüge hinter sich. Er lebte 1780-1804 in Torgau (Sachsen), wo er dann auch die erste Auflage seines wichtigen Werkes "Organon" schrieb. Später zog er nach Leipzig, wo er weitere Werke verfasste.

1821 bis 1835 lebte er in Köthen, wo er weitere wichtige Werke und Lehrbücher verfasste. 1830 starb Hahnemanns Frau Henriette. Er lernte 1834 die französische Malerin Melanie d´Hervilly kennen, heiratete sie bereits nach 6 Monaten und zog mit ihr nach Paris, wo er eine Praxis gründete und die letzte Auflage des "Organons" schrieb.